Das Projekt liegt am Ortsrand von Oberderdingen im Kraichgau. Es besteht aus 5 Gebäuden in Holzbauweise mit jeweils 7 Wohnungen. Der Entwurf ist eine Reaktion auf die landschaftlich äußerst bevorzugte Lage: Die schlanken und locker stehenden Baukörper verzahnen sich mit der Landschaft und scheinen über das Tal zu blicken. Die gemeinschaftlich genutzten Freiräume zwischen den Gebäuden haben Obstwiesencharakter und gehen fließend in die Umgebung über. Das Projekt kann als Teil einer Doppelstrategie für die Schaffung von Wohnraum in Städten wie Oberderdingen gesehen werden. Sie beruht einerseits auf einer Aktivierung und Verdichtung der Ortsmitte und des Bestandes, andererseits auf einer Markierung und Fixierung der Ortsränder. Durch Materialgebrauch, Organisation, Detailierung und Volumetrie ist das Projekt Ausdruck eines einfachen aber qualitativ hochwertigen Bauens, das sich im Dialog mit dem besonderen Charakter des Kraichgaus entwickelt.

Beim von Architektenkammer Baden-Württemberg, dem Regierungspräsidium Karlsruhe und Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg ausgelobten Auszeichnungsverfahren baukultur kraichgau erhält das Projekt im März 2019 eine Auszeichnung in der Kategorie Konzepte.

Auftraggeber ist die Gemeinde Oberderdingen, Realisierung ab 2020. Mitarbeit: Jerónimo Haug.