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GARAGENAUFSTOCKUNGEN
KARLSRUHE RINTHEIM

Durch das Aufstocken bestehender Garagenanlagen wird Wohnraum geschaffen. Die Garagen können die leichte Holzkonstruktion tragen und dienen weiter ihrer ursprünglichen Funktion. Die Erschließung der Wohnungen erfolgt über außenliegende Treppen und Laubengänge, wobei auch halböffentliche Aufenthaltsbereiche entstehen.

Es werden hauptsächlich Ein- und Zweizimmerwohnugnen geschaffen, die durch die unterschiedlichen Raumhöhen großzügig wirken. Durch einen hohen Grad an Vorfertigung ist die Bauphase kurz und es muss keine neue Fläche versiegelt werden. Die Garagenaufstockungen führen auch zu einer Aufwertung und sozialen Durchmischung des bestehenden Quartiers.

Die Garagenaufstockungen sind Best-Practice-Projekt klimaneutrales Bauen und Sanieren der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Hier geht es zum Portal.

Die Garagenaufstockungen haben eine Auszeichnung im Rahmen des Holzbaupreises Baden-Württemberg erhalten.

Fotografie: Stephan Baumann, bild_raum

Berichte über die Garagenauftsockungen (Auswahl):

Premier Construction (UK) Ausgabe 8/2024

Holzbaumagazin (AT), Ausgabe 8/2024

nbau - Projektbericht, Ausgabe 4/2024

Kugelzwei - Platz für alle trotz Wohnungsnot, WDR 19. Juni 2024

detail - 5/2024 online

db- Deutsche Bauzeitung, Ausgabe 3/2024.

Mikado – Magazin für Holzbau und Ausbau, Ausgabe 9/2023.

DW – Die Wohnungswirtschaft, Ausgabe 6/2023.

Stuttgarter Zeitung , 24. April 2023.

BNN – Badische Neueste Nachrichten, 21. März 2023.

Quartier – Fachmagazin für den Wohnungsbau, Ausgabe 2/2023.

Baukultur - Zeitschrift des DAI, Ausgabe 2/2023.

Landeschau SWR 11. Oktober 2022.

TerraXpress, ZDF 20. Juni 2022.

Kleiner Wohnen – Tiny Houses, Modulbautem Container, Ausgabe 2021/2022.

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KREISLAUFFÄHIGKEIT

Das Projekt ist ein Leuchtturmprojekt der Wohnraumoffensive Baden-Württemberg und wird unter anderem dafür gefördert, dass es kreislaufgerecht ausgeführt wird. Grundvoraussetzung für die Kreislaufgerechtigkeit ist eine sogenannte Sortenreinheit. In den Grundzügen bedeutet dies, dass Materialien, Baustoffe und Bauteile so verwendet und eingebaut werden, dass sie ohne eine Vermischung oder Anhaftung anderer Fraktionen nach Ende des Lebenszyklus auf der ursprünglichen Qualitätsstufe wiederverwendet oder wiederverwertet werden können (kein Downcycling).

 

Man unterscheidet hier den technischen Kreislauf (Mineralien/Metalle/Kunststoffe) und den biologischen Stoffkreislauf (Nachwachsende Rohstoffe). Es muss unter allen Umständen ein Vermischen der beiden Kreisläufe und verschiedener Materialgruppen vermieden werden. Dies resultiert in einem weitestgehenden Verzicht auf das Verkleben, Verschäumen, Nassabdichten oder den Einsatz von Materialmixturen (Komposite) verschiedener Materialfraktionen (z.B. Verzicht auf nicht-monomaterielle Folien, verklebte Schichtaufbauten, chemische Imprägnierungen oder Kompositwerkstoffe wie Leimholz oder verklebte Holzwerkstoffplatten).

 

Es wird dagegen auf das Fügen und Verbinden mit lösbaren Verbindungen (z.B. Schrauben, Klemmen oder Verschränken), den Gebrauch von natürlichen und gesundheitlich sowie biologisch unbedenklichen Materialien (z.B. sortenreine Hanf-, Seegras oder Schilfdämmung), den Einsatz von Bauteilen, die wiederverwendet werden können (z.B. wiederverwendete Türblätter oder Holzdielenböden) und den Einsatz von 100% wiederverwertbaren Materialien (z.B. legierungsfreie Metalle) fokussiert.

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Längsschnitt

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Grundriss Obergeschoss

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Grundriss Erdgeschoss

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URBAN MINING

In diesem Projekt wurde sich des städtischen Rohstofflagers bedient. Fußböden, Türblätter und -beschläge, sowie 12 Briefkästen wurden aus einem Bestandsgebäude entnommen, aufgearbeitet und in den Garagenaufstockungen wieder eingebaut.

 

Das Besondere ist, dass diese Bauteile sich bereits im Besitz der Volkswohnung befanden. Zwei Gebäude aus den 1930er Jahren im Karlsruher Westen werden bald rückgebaut. Es wurde geprüft, welche Bauteile sich für eine Wiederverwendung eignen.

Durch den erneuten Einbau der Bauteile in den Garagenaufstockungen konnten Baustoffe gerettet und Rohstoffe gespart werden.

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