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Baufeld Re-Use,
Wettbewerb, 3. Preis

Das Spinelli-Areal ist eine ehemalige US-Kaserne, die zu einem neuen Mannheimer Quartier mit hohen Ansprüchen im Bereich der Nachhaltigkeit transformiert wird. Zum Quartier gehören große Grünflächen, die Teil der Bundesgartenschau 2023 waren. Der Transformationsprozess ist inzwischen weit fortgeschritten, auf dem sogenannten Baufeld Re-Use soll daher ein Sonderbaustein entstehen: Ein Quartiersgebäude mit Gemeinschaftsnutzungen, Co-Working, Nahversorgung und einem Mobilitätshub. Die Auftraggeberin, die GBG Mannheim hat dabei entscheiden, dass das Gebäude den State-of-the-Art des Zirkulären Bauens demonstrieren. Für den Realisierungswettbewerb wurden daher Büros aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Österreich eingeladen, die in diesem Bereich Beachtung gefunden haben. FSA ist stolz auf diese Einladung.

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Der Entwurf leitet sich aus einer Reaktion auf die schwierige städtebauliche Situation her. Das eigentlich zu schmale Grundstück sollte auch eine gute Durchwegung erlauben und das Gebäude musste aus Sicht von FSA so positioniert werden, dass gute Außenräume entstehen. Der viergeschossige und in der Grundfläche quadratische Baukörper nimmt nach Osten und Westen Höhenbezüge zum Bestand auf, definiert im Norden des Gebäudes einen gut proportionierten Stadtraum und im Süden eine angemessene Vorzone. Die Grundrisse des Gebäudes sind für maximale Flexibilität ausgelegt, wozu der windmühlenförmige Kern entscheidend beiträgt.

Auftraggeber: GBG Mannheim
Partner zirkuläres Bauen: baukreisel
Partner Tragwerksplanung: LMNTAL 

Partner Landschaftsplanung: Helleckes Landschaftsarchitektur ​

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.Der Hauptraum des Erdgeschosses hat doppelte Geschosshöhe und eine Tribüne, die für kulturelle Veranstaltungen wie kleine Konzerte oder Lesungen dienen, die aber auch für Co-Working und Quartiercafé einen inspirierenden Rahmen schafft. Das Mobilitätshub ist als kleines zweites Bauvolumen am nördlichen Rand des Baufeldes platziert und bildet zum Hauptvolumen hin eine außenliegende Tribüne aus, die im Dialog mit der innenliegenden Tribüne spannende Beziehungen und Situationen schafft um zu kommunizieren, diskutieren, feiern und chillen.

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Das Re-Use-Konzept greift im Wesentlichen auf das Heidelberger Patrick-Henry-Village als urbane Mine zurück. Auch hier handelt es sich um eine ehemalige US-Kaserne, die rückgebaut werden soll. Zusammen mit Baukreisel und LMNTAL hat FSA ein Konzept erarbeitet, wie der Entwurf in einer Holzskelettbauweise realisiert werden kann, die fast vollständig aus den Dachstühlen des Henry-Patrick-Villages besteht. Fundamente und Bodenplatten werden aus Re-Use Betonteilen gefügt und vergossen. Die Haut der Fassade besteht zum einen aus Re-Use Titanzink und – im Bereich der Brüstungskästen – aus Re-Use-Kupfer, das als Patch-Work aus alten Fallrohren und Gaubenverkleidungen gefügt ist und so patiniert werden kann, dass es eine Patina aus Grünspan bildet. Kombiniert wird die mit einer sortenreinen Bauweise, die auf Verklebungen und Komposite verzichtet und so im Pre-Use und Post-Use Bereich einen enorm hohen Kreislauffaktor erreicht. Die Jury des Wettbewerbes lobt denn auch das Re-Use Konzept (das hier nur umrissen werden kann) für seine Konsequenz, Innovationsfreude und Ausarbeitungstiefe.   

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